Sommersaison – Grillsaison

Ich frag mich grade, wer außer mir auch kein in roter oder grüner Sauce eingelegten Scheibenschwein aus der Supermarkttheke mehr sehen kann.

Oder dieses gewolfte Zeugs in Plastikpelle, wo vielleicht grade mal der Pathologe von CSI ergründen kann, welche Spezies es war.

Ich mach selber!

Und zwar, für einen, der nur ein X-Chromosom bestitzt, sehr unüblich: Vegetarisch

Interessiert? Bitteschön:

Was hier noch aussieht, als hätte James Pollock das Centre Pompidou im Drogenballer malen wollen, ist Teil der Vorbereitungen für meinen preisgekrönten Grillfeta.

Man nehme:

  • Fetaquader, Anzahl je nach Belieben. Einer reicht für 1 DIN-Mann. Weißer Käse geht auch
  • Knoblauch, am besten eine große Knolle
  • Eine Zwiebel, gerne auch rote
  • Pfeffer
  • Curry
  • Cayenne-Pfeffer
  • Basilikum
  • Oregano
  • weitere Gewürze je nach Geschmack und Bedarf
  • Olivenöl
  • eine Küchenrolle
  • Auflaufform o.ä.
  • Alufolie

Die Feta auspacken und abtropfen lassen. Danach einzeln in Küchenpapier dick einwickeln und etwa eine Stunde beschweren, so daß sie größtenteils trocken sind.

In der Zwischenzeit können Knoblauch und Zwiebeln geschnitten werden, man sollte pro Feta mit 1-3 Zehen rechnen, je nach Geschmack. Zwiebel reicht eine große für eine Schale wie oben, da kann man Würfeln, scheiben oder Streifen basteln, ist egal.

Wenn die Feta (oder Feten?) trocken sind, wieder auspacken und von allen Seiten mit den Gewürzen behandeln. Man kann sioch die Mischung auch vorher anrichten und die Teile einfach drin wälzen. die Gewürze halten von selbst.

Wichtig ist, daß erst das Gewürz draufkommt und nicht das Öl. Das bildet nämlich einen Schutzmantel.

Nach dem Würzen werden die Feta ins Behältnis gelegt und mit Zwiebeln und Knofi bestreut. Zum Schluß randvoll Olivenöl drüber (oben ist es ca. 1/2 Liter) und Alu-oder Haushaltsfolie über das Gefäß.

Jetzt heißt es warten, es dauert wenigstens ein paar Stunden, die Tranche oben gammelt 3 Tage in der Sauce und wird zwischendurch gewendet.

Hierzu das Gemüse runternehmen, Feta umdrehen und Gemüse wieder draufstreuen. Danach am Besten nochmal Öl drüber, da der Käse eine beträchtliche Menge davon aufnimmt.

Beim gewünschten Reifegrad die Feta aus dem Gefäß nehmen und ohne irgendwelche großen Reinigungsfaxen einzeln auf ca. 1m Alufolie legen. Im Öl noch rumschwimmendes Gewürz und Gemüse kann abgeschöpft und beigegeben werden, danach werden die Feta schick wie beim Kaufmann eingepackt und zwar so, daß möglichst nichts raustropft.

Dann fix den Grill anheizen, drauflegen und nach ca. 15-20 Minuten (richtiger Grill, nich so ne Einwegbaumarktkrücke) das glühend heiße Teil vorsichtig auf einem Teller auspacken.

Abschneiden, reinbeißen und an mich denken. 🙂

Ehe, Geschlechts und WG-Partner sollten eventuell drüber nachdenken, garnicht oder auf jeden Fall zu Zweit zu kosten.

Viel Spaß!

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5 Responses to Sommersaison – Grillsaison

  1. Silke sagt:

    Bis ja ein ganz schöner Kochfuchs! Mir schmeckt auch der cypriotische Halloumi als Grillkäse, der quietscht sogar schön an den Zähnen.

    Ein Freundin von leicht verdorbenen Fleischwaren in Plastik bin ich auch nicht, aber ich leg mir gern ne Frikadelle auf, die reichlich griechisch gewürzt wurde und mit kleinen Paprikawürfeln vermischt.

    So. Jetzt hab ich übermäßigen Speichelfluss. Manno.

  2. SusiP sagt:

    Das nenn ich mal Rezept! Alles dafuer kann ich hier kriegen und allein vom Lesen ist das genau nach meiner Muetze. Da komm erstmal einer drauf den Feta auszuquetschen. In Gedanken stipp ich schon mal das Brot in die Sosse.

    PS: Noch schlimmer als Einbaumarktwegkruecke ist Elektro-Grill.

  3. Birgit sagt:

    Oh Gott, jetzt will ich Dich wirklich heiraten!! *sabber*

  4. Frollein Ronja sagt:

    Ui, ich glaub das werd ich nächste Woche ausprobieren… klingt echt superlecker 🙂

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