Urlaub

30. April 2010

Ich hab grad ne Woche Urlaub.
Und wenn ich nicht grade sämtliche Verabredungen der letzten Monate nachhole, dann sitz ich bis nachts in die Puppen in meiner Stammkneipe und lese den Spiegel.
Ich glaub, das ist extrem ungesund und finanzaufwändig, wenn man das auf Dauer macht.
Aber zum Glück hab ich nächste Woche wieder Dienst…

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Kultige Blaulichtserien

24. April 2010

Es gibt hunderte Serien, die die Arbeit unserer Blaulichtprofession zu portätieren versuchen, nur leider sind nur wenige gut. Hier eine kleine Auswahl aus meinen Favoriten, zum Teil aufgrund Sentimentalität, Realitätsnähe oder auch, weil sie einfach spaßig waren.

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Bewußtlosigkeit

24. April 2010

Aus dem Erfahrungsschatz unsere Notarztes aus dem letzten Dienst.

Die wikipedia schreibt zur Bewußtlosigkeit:

Die Bewusstseinsstörung ist eine Störung des Bewusstseins, das heißt einer der Elementarfunktionen der menschlichen Psyche, und gehört zu den psychopathologischen Symptomen.

Unter Bewusstseinsstörung wird in der deutschsprachigen Psychopathologie jede Beeinträchtigung oder – subjektiv ggf. sogar positiv empfundene – Veränderung des gewöhnlichen (normalen, durchschnittlichen oder gewohnheitsmäßig eingenommenen) Tages-, Normal- oder Alltagsbewusstseins verstanden, soweit die Fähigkeit Betroffener zur Selbstkontrolle dabei derart verändert ist, dass die Möglichkeit der üblichen Interaktion mit ihnen erschwert oder unmöglich ist.

Soviel dazu.

In situ:

Es ist nachts gegen 2 Uhr. es klingelt der Pieper vom NEF und alarmiert die Besatzung zu einer sogenannten Bewußtlosigkeit im Pflegeheim. Aus der Praxis sei gesagt, daß ein solches Stichwort in den meisten Fällen mit Papierkram endet, wo ein Durchschlag fürs Sterberegister ist.

Nach kurzer Fahrt zum Einsatzort imponiert der Patient mit extrem flacher Atmung und Reglosigkeit. Auf Ansprache und Schütteln hin reagiert er – und zwar lautstark:

„Habt Ihr ne Meise? Es ist zwei Uhr nachts, ich will pennen! Wer seid Ihr überhaupt, haut ab aus meinem Zimmer!“

Soviel dazu, die Differentialdiagnose der wikipedia ist im Übrigen Folgende:

Der Schlaf ist ein Zustand der äußeren Ruhe bei Lebewesen. Dabei unterscheiden sich viele Lebenszeichen von denen des Wachzustands. Puls, Atemfrequenz und Blutdruck sinken bei Primaten und höheren Lebewesen im sogenannten NREM-Schlaf ab, und die Gehirnaktivität verändert sich. Das Schließen der Augen sowie die Erhöhung der Spannung der Mittelohrmuskulatur während des NREM-Schlafs unterstützt diese Funktion.[…]

Blieb eigentlich nur noch eine Frage zu klären: Was macht die blöde Heimbetreuerin halb zwei im Zimmer und warum geht sie davon aus, daß der Mann bewußtlos ist? Nicht alle Rentner schnarchen beim Schlafen.


Retten im Akkord

24. April 2010

Man sagt, getauschte Dienste sind Scheißdienste. Meistens hat es nämlich der Dienstauschinitiator im Blut oder Urin, wenn es doof wir. Es begab sich also, daß ich letzte Woche einen Anruf vom Professor erhielt, ob ich mit einem kurzen Wechsel einverstanden bin und seinen Dienst übernehme. Da sich damit die Chance eröffnete, einmal mehr nicht mit Raumtemperatur auf der Karre zu sitzen, sagte ich sofort zu. Unter anderem auch, weil sich dadurch ein extrem langes Wochenende eröffnete. Ich hatte ja keine Ahnung…

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Stadtrundfahrt

23. April 2010

Es gibt eine Hilfsfrist. So nennt der Gesetzgeber seine Vorstellung, wieviel Zeit dem Bürger zuzumuten ist, auf ein Rettungsmittel zu warten, sobal er den Notrufdisponenten in der Leitung hat.

In meinem Bundesland stellt sich der Gesetztgeber 12 Minuten vor, die in 95% der Fälle einzuhalten sind.

In der Regel hab ich nie ein Problem gehabt,in meiner Stadt die Hilfsfrist einzuhalten, es sei denn, irgendjemand hat undeutlich gesprochen oder irgendwas falsch verstanden.

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All in the family…

21. April 2010

Letztens berichtete ich über eine Art Wunder, nämlich die (erfolgreiche) Reanimation eines zwölfjährigen Mädchens mit halbwegs sicheren Todeszeichen.

Was ich in dem Zusammenhang verschwiegen hatte, war der Fakt, daß in der gesamten Familie eine Neigung zu Herzrythmusstörungen verbreitet war.

Der Familienvater ist vor Jahren erfolgreich reanimiert und mit einem Defi versehen worden. Die älteste Tochter der Familie verstarb vor einiger Zeit an den Folgen eines unbemerkt eingetretenen Kammerflimmerns, welches offenbar eine leichte hypoxische Hirnschädigung auslöste, diese war wiederum für cerebrale Krampfanfälle verantwortlich.

An just einem solchen Krampfanfall verstarb sie vor einigen Monaten.

Tochter Nummer Zwei hatte ich in bzw. unter den Fingern.

Und die Dritte im Bunde?

Ja, die wurde vor ein paar Tagen von meinen Kollegen nach beobachtetem Kreislaufstand im Klassenzimmer reanimiert. Und zwar erfolgreich.

Ich möchte ehrlich gesagt nicht wirklich wissen, wie es um den seelischen Zustand der Angehörigen bestellt ist.


112? 110? 911? 999? Neee! Besser und schneller!

18. April 2010

Es gibt bestimmte Kreise, die behaupten, daß in bestimmten Rettungsdienstbereichen nur deshalb so hohe Einsatzzahlen zusammenkommen, weil

  1. Die Notrufnummer zu einfach und
  2. nicht kostenpflichtig ist.

Nun denn, bei der IT Crowd schafft man Abhilfe: